Zu den großen Gestalten unter den Dichtern des 20. Jahrhunderts gehört der Lyriker Rainer Maria Rilke. Bewundert und angefeindet, hochgelobt und ironisch kritisiert, ruft sein Werk immer wieder neu zur Auseinandersetzung heraus. Es gibt wenige Dichter, deren Verse so viele Menschen lebenslang begleiten. Der Reichtum seines Werkes, die Schönheit seiner Sprache und die Deutekraft seiner Gedanken scheinen den Menschen zu helfen, ihr eigenes Leben zu bestehen. Seine Dichtung öffnet Augen und Ohren, erschließt Zugänge zur Schönheit, aber auch zu den Schrecken des Daseins. Immer war Rilke auch ein religiös Suchender, der sich nicht schnell mit tradierten Antworten zufrieden gab, sondern weiterfragte und verblüffende Einsichten gewann. Prof. Otto Betz beschäftigt sich seit frühester Jugend mit dem Werk Rainer Maria Rilkes.
Weil er kein Geld für Bücher hatte, füllte er als Schüler ganze Vokabelhefte mit den Versen seines Lieblingsdichters. So hat er Rilkes Antworten zu den tiefsten Fragen des Lebens gesammelt und eine kleine Lehre des guten Lebens geschrieben. Sein neuestes Buch bringt Rilkes Dichtung in die eigene Erfahrungswelt ein und stellt den Meditationsmeister vor, der bis heute zu den suchenden Menschen spricht.
von Fri. 17.02 bis Fri. 17.02, 16:00 - 21:00
ReferentInnen:
Univ.-Prof. Dr. Betz Otto
Seminarbeitrag: € 10



